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Villa Sprüngli

1899
Villa Sprüngli, auch «Villa Bergli» später Oetikergut, Bodengasse 1

Die Villa wird 1899 im Auftrag des Schokoladefabrikanten Rudolf Sprüngli-Schifferli (1847-1926) vom damals erst 25jährigen Architekten Wilhelm Pfister entworfen. Beim Eingang der gelben Backsteinvilla ist eine Marmortafel «Villa Bergli» angebracht, am Giebel das Familienwappen der Sprüngli. Das Haus ist eingebettet in einen grossen Park, der seit dem Bau der Nidelbadstrasse 1939 nicht mehr vollständig erhalten ist. 1918 erwerben die Brüder Karl und Hans Oetiker das Grundstück mit Villa. Nach deren Tod kann die politische Gemeinde Rüschlikon 1954 die Liegenschaft günstig kaufen. Das Stimmvolk stimmt dem Vorhaben zu, jedoch mit der Verpflichtung, Park und Villa dauernd für öffentliche Zwecke zu erhalten.

Die Räumlichkeiten beherbergen ab den 1960er Jahren wechselnde Ämter und Institutionen, wie Friedensrichter, Betreibungsamt, Spitex oder Kindergarten. Zeitweise nutzt auch das Ortsmuseum Räumlichkeiten für Ausstellungen. 1993 erfährt die Villa eine umfassende Renovation, so dass sie sich seither weitgehend in ihrem Originalzustand präsentiert. Heute befinden sich die Bibliothek, Ludothek und Jugendtreff im denkmalgeschützten Gebäude.

Villa Sprüngli mit Park 1911, von Süden her.

Villa Sprüngli, 1917 (Ostfassade, Richtung See).

Postkarte aus den 1920er Jahren. Prominent im Zentrum die Oetiker-Villa.

Oetikergut nach dem Bau der Nidelbadstrasse, Ostfassade 1940.